social communication dezentralisieren? [0]

22:13 uhr

ein interessanter beitrag zur möglichen dezentralisierung eines kommunikationsdienstes (auch microblogging genannt) — twitter.

einfach hier bei georgholzer.at nachlesen.

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was bewegt die netzwelt? #001 [1]

13:56 uhr

nun auch mal hier nur ein kleiner anriss, was — vornehmlich — die blogosphäre (aber auch die restliche netzwelt) gerade so bewegt. natürlich nur zum thema sozialer kram im www:

* facebook hat sich einen “faux pas” geleistet, in dem es bei google ads mit mitgliedernamen warb. das finden viele gesichtsbuchler nicht sehr fein. nebst studi/sonstwasVZ also der nächste große, der als grenzwertig zu betrachten ist.

* im chaos radio #134 auf fritz (gestern, 23. april) war auch etwas zum thema soziale netzwerke. nochmals reinhören könnt ihr hier — muss ich auch noch machen.

* dass auch andere formen von netzwerken probleme mit menschen und meinungen haben können, zeigt die stellungnahme eines ehemaligen kolumnisten auf. doch nicht alles so sozial, wie man denken mag…

ergo: es scheint nicht alles gold zu sein, was da so am social-network-himmel glänzt!

fazit: wieder einige gründe mehr, die eigenverantwortlichkeit der netzwerkwilligen zu stärken und alternativen aufzubauen und anzubieten.

hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass mir auf der re:publica diesen jahres auf dem panel zu SNs die alternativen wirklich zu kurz kamen? einzig noserub-vertreter dirk olbertz war da, und er kam auch kaum zu wort… schade eigentlich.

2008dash04dash24


twitter - ein phänomen hält an [0]

17:43 uhr

es ist schon erstaunlich, dieses gezwitscher — selbst printmedien berichten sogar schon darüber, nein, sie benutzen[1] es! der sogenannte hype scheint subjektiv sogar stärker hervorzutreten als das bloggen.

was twitter eigentlich ist, kann niemand so genau in worte fassen. microblogging trifft es nicht, aber auch chat allein schafft keine klarheit. irgendwie ist twitter so eine mischform aus allem: social network, blogging und chat.

diese form der kommunikation wird auch immer beliebter. die wenigsten können sich diesem strom entziehen. die meisten werden förmlich in einen bann gezogen, dem sie sich auch nicht mehr richtig entziehen können.

und twitter wurde auch auf der re:publica thematisiert. es gab sogar einen eigenen vortrag dazu (hier der link zur mp3, gelistet unter den livecasts der r:p weiter unten). es ist also schon was großes, dieses kleine zwitschern im netz.

ja, eine neue form der kommunikation. ich twitter lieber, als dass ich meine chatprogramme aufmache. twitter setzt zB nicht voraus, dass ich meine verfügbarkeit preisgebe. jedoch kann jeder lesen, der sich für mich interessiert (ich kann aber auch einstellen, dass mein twitterstrom nur meine follower lesen können).

nein, ersetzen wird twitter nichts. weder chat, noch das bloggen. auch SNs werden deswegen nicht aussterben, wozu auch…

twitter selbst ist in der funktionalität recht klein. 140 zeichen lange nachrichten, ähnlich der sms. auch darüber kann mensch twittern oder tweets[2] lesen, also übers handy. und für den rechner gibt es mittlerweile auch genügend hilfsmittel jeglicher art.

weiterhin wird twitter auch immer mehr “gepimpt”: verknüpfung mit bildern, #hashtags, twitter-clouds… es wird aggregiert und gemashupt was das zeug hält. es ist nicht mehr aufzuhalten.

und neuerdings werden leute schon schief angeschaut, wenn sie keinen twitter-account haben, geschweige denn nicht einmal wissen, was twitter ist. auf der r:p wurde jedenfalls heftigst wie die vöglein auf dem dache umhergezwitschert…

wo das mal alles hinführt? ich will es gar nicht wissen.

zum “auskotzen von gedankenschrottfetzen” ist es allemal, oder zur reinen unterhaltung, was einem auf klo so passiert, oder zur information der freunde, wo die party stattfindet, oder oder oder…

ein warnhinweis: wer schnell in abhängigkeiten gerät, sollte wohl tunlichst die finger davon lassen. es scheint einen hohen suchtfaktor zu haben!!!

weiteres problem: wie bekämpft man das große rauschen, wenn mensch zu vielen folgt?

hier mal fetzen, was andere so sagen (tweets der letzten stunden bei mir - ohne namen):

  • Bist du verrückt? Das war ein Witz, Max! Wir bloggen doch nicht mehr.
  • Die schönsten Twitter der 80er, 90er und von heute! :))
  • Wünsche mir einen Olympia-Fackel-Twitterer. Mit konstantem Update: An/Aus.
  • oha… das kommt tatsächlich durch das Rauschen an :-)
  • Twittern wir uns alle doof? :-) http://tinyurl.com/5rlq98 Ein weiterer “böse Internet”-Artikel
  • willkommen im zwitscherparadies :)
  • Herzlichen Glückwunsch zur neuen Offenheit. Folgen Sie @Sillium - Qualitätstweets vom Fachmann.
  • Twitter wird eh überbewertet … setzt sich nicht durch.[3]
  • Ich habe die schönsten Follower der Welt!
  • bäh. kaffee ist zu schwach geworden.
  • Langsam wieder verstehen, dass die Mittwitterer wieder gar nicht mehr nur 50 m entfernt sind. rp08 nachwehen
  • Das, was ich jetzt mache, twittere ich besser nicht.

dies war nur ein kleiner auszug, den mensch täglich haben kann… und ich habe nur eine handvoll leute, die ich verfolge.

  1. wobei das eigene haus selbst kontrovers dem thema gegenübersteht, siehe hier []
  2. so heißen die kurznachrichten []
  3. interessant, dass das über twitter getwittert wird []
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2008dash04dash07


medienkompetenz [0]

16:49 uhr

achtung, etwas längerer artikel!

das schlagwort schlechthin, wenn es darum geht, wie menschen sich im netz bewegen und sich der gesamten folgekette bewusst sind (oder eben auch nicht). ein schlagwort, welches auch auf der re:publica ‘08 — auf der ich ebenso anwesend war — häufiger gefallen ist. aber auch zurecht.

was hat denn nun medienkompetenz mit sozialen netzwerken und auch datenschutz zu tun?

das ist recht simpel, denke ich. wer sich selbst erst einmal mit dem begriff an sich vertraut machen möchte, lese dies zB auf der wikipedia (Medienkompetenz) nach.

schlüsselfunktionen sind dabei wohl immer, bestimmte medien “kennen und benutzen” zu können. medienkompetenz im internet bedeutet demnach, sich bewusst mit den verschiedenen formen, die einem begegnen, auch auseinanderzusetzen.

besonderes augenmerk liegt heutzutage wohl auf soziale netzwerke, sprich alle formen von vernetzungen, bei denen menschen miteinander kommunizieren können.

wie ein social network (SN) im einzelnen funktioniert, muss ich sicher nicht weiter erläutern, zumal auch das eine oder andere netzwerk da etwas anders arbeitet. darum soll es auch gar nicht primär gehen.

viel wichtiger, und das hat auch die re:publica dieses jahr gut gezeigt, ist eben auch die kompetenz, bewusst und sicher zu agieren.

bewusst? ja, bewusst! bewusst verstehe ich hier folgendermaßen:

es gibt im großen und ganzen zwei verschiedene formen von SNs — die offenen und geschlossenen. in offenen netzwerken ist (meistens) für jedermann und jederfrau zB ein profil sichtbar, oftmals können alle relevante daten des betreffenden eingesehen werden.

bei geschlossenen ist ein riegel vorgeschoben, nur angemeldete benutzer können sehen, was der andere preisgibt.

ein wesentlicher unterschied sei hier auch die dadurch bestimmte durchsuchbarkeit von den seiten. logischer weise können nach außen hin offene netze auch von suchmaschinen erfasst werden, sofern da nicht von den SN-betreibern besondere vorkehrungen getroffen worden sind, nur wie verlässlich das dann alles ist, kann meist nur durch eigene recherche nachvollzogen werden. geschlossene hingegen “verbieten” von vornherein das durchsuchen. nur mit menschlicher hilfe ließe sich auch ein SN wie zB studiVZ indizieren und nach außen tragen.

und wenn wir das wieder auf die medienkompetenz übertragen, dann heisst das einfach, dass sich jeder nutzer solch eines SN bewusst sein muss, wie und wo und wann daten von ihm erfasst werden und auch verbreitet werden. es gab in der geschichte des internet schon einschlägige fälle, wo zB personen oftmals negative folgen aufgrund von (sicherlich missverstandenen) informationen drohten. auf der re:publica gab es dazu auch einen guten vortrag, wenn ich ihn finde, verlinke ich das ggf.

also ist im grunde der appell an alle: passt auf, was ihr zeigt und wo ihr es zeigt, besonders aber, wem ihr es zeigt!
da letzteres gerade bei offenen SNs schwierig zu beeinflussen ist (sofern nicht ein mehrstufiges system der informationsbereitstellung existiert), sollte sich also jeder auf das WAS und WO konzentrieren. wie hieß es schon so schön? google vergisst nix!

(einen kommentar zur eröffnungskeynote der re:publica ‘08 “nützliches vergessen” wird es hier auch noch geben).

oben erwähnte ich aber auch “sicher”. mit sicher lässt sich erst einmal ganz gut ein weiteres wort verbinden: passwort!

vor und auch auf der re:publica wurde uns mehrfach eingebläut, ein “s” in webadressen anzuhängen, gemeint war insbesondere twitter. ein “s”? ja, und zwar beim protokoll “http”, welches dann logischer weise zu “https” wird. dadurch wird sichergestellt, dass ein verschlüsselter kanal zur betreffenden seite aufgebaut wird, was verhindert, dass passwörter im klartext ausgelesen werden können. nun unterstützt uU nicht jede seite dieses protokoll, was sehr schade ist, der login-vorgang ein jeder seite sollte möglichst sicher gestaltet sein.

warum eigentlich? nun, von zuhause aus wird sicherlich die geringste gefahr lauern, wobei sich auch niemand sicher sein kann, dass der eigene verkehr im netz nicht mitgelauscht wird. viel schwerwiegender ist aber, dass wir durch unsere mobilität auch von überall ins internet gehen können, ob nun mit dem handy oder dem laptop.

beispiel re:publica: es gab ein freies, kostenloses und vor allem ungesichertes wlan. komfortabel für jeden, der zB live via internet berichten wollte. die meisten werden wohl getwittert haben.

und hier ist es eben wichtig, darauf zu achten, dass — wenn schon das zur verfügung gestellte netz nicht sicher ist — wir als benutzer auf die eigene sicherheit unserer daten wert legen.

alternativen von menschen, mit denen ich mich unterhalten habe, waren auch, einen tunnel durchs netz zu benutzen; ich nenne hier nur die wörter VPN / openVPN. darauf werde ich hier nicht weiter eingehen, einfach einmal bei wikipedia (oder eigener bevorzugter informationsquelle) nachlesen. nun, einen linktipp will ich für die kenner geben, die aber keinen eigenen server für vpn aufsetzen können oder wollen: swissVPN (englisch).

zu passwörtern sollte auch angemerkt werden, dass mensch nicht nur sichere wörter nutzen sollte, sondern auch verschiedene. dadurch stellt sich natürlich die frage nach dem passwort-managment, aber darüber sollte und muss sich jeder selbst gedanken machen. es gibt einige tools, die einem da helfen können.

ich glaube, dass ich dazu nochmal einen separaten beitrag fabrizieren sollte. das passt sicher ganz gut in dieses themenblog.

fazit: medienkompetenz im internet umfasst wesentlich mehr als nur die reine kenntnis über zB SNs und deren benutzung.

ein hier noch völlig unbehandelter punkt sei auch die sache mit den AGB von netzwerken und sonstigen seiten, bei denen mensch sich anmelden kann. und auch darüber kann man sicher nocht stundenlang debattieren und wird wohl kaum etwas bewirken. oder wie sonst ist es zu erklären, dass zB studiVZ-nutzer selbst kaum die änderung der AGB wahrgenommen, sehr wohl aber die webaffinen menschen, die nicht einmal zwangsläufig da angemeldet waren? auch das macht wohl medienkompetenz aus…

aber wir haben ja auf der re:publica gelernt, dass die datenbank von studiVZ auch nix wert sei — wieso finanziert dann aber holtzbrink solch eine plattform bei angeblich soviel wertlosigkeit an daten? think about…

ich bin mir durchaus bewusst, dass dieses thema noch viel tiefer geht. ich konnte es auch nur aus meiner sicht ein wenig beleuchten, worauf mensch einfach mehr achten sollte. in zukunft werden sicher noch einige beiträge folgen, die immer wieder bezug darauf nehmen werden.

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zukunft der sozialen netzwerke [1]

11:38 uhr

auch auf der re:publica08 wird mensch sich mit sozialen netzen und den damit verbundenen vor- und auch nachteilen befassen.

allein der titel der keynote - nützliches vergessen - spricht schon für sich. doch erst danach kommt der eigentliche programmpunkt, die diskussion eben über die zukunft der sagenumwobenen sozialen netzwerke.

weiteres ist auf der re:publica-seite nachzulesen. für die oben erwähnten punkte hier schon einmal die links dahin:

wer jetzt noch nicht angemeldet ist, aber gerne zur re:publica möchte, sollte sich sputen - es wird wohl langsam eng!

immerhin verspricht das programm recht interessant und gar spannend zu werden, zumindest für mich, ich war da ja letztes jahr nicht. ggf. werde ich danach eine auswertung vornehmen. mangels mobiler webfähiger endgeräte kann ich leider nicht live berichten.

wer mag mir ein laptop mit lang haltendem akku leihen? freiwillige vor! :o)

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2008dash03dash20


zukunftsvisionen und nutzungen [0]

18:05 uhr

fang ich erstmal kurz mit der nutzung der SNs an:

da hat robert mal eben eine kleine statistik abgebildet und sich dazu geäußert (”verweildauer auf SNs”). ich will hier nicht weiter drauf eingehen, seht und lest selbst nach. kurz: er fragt, wie SNs aufgebaut sein sollten, bald will er dazu auch eigene ideen ausführlicher zeigen.

link: basicthinking “Verweildauer auf SNs”

aber auch die zukunft von und mit SNs scheint… interessant, ja manchmal auch erschreckend.

hierzu haben sich auch zwei deutschsprachige blogger gemeldet, die den beitrag von forrester beäugen und kommentieren.

links:

* thomas peil “Was bist Du wert? Oder: Wohin entwickeln sich Social Networks?”
* ethority blog “Die Zukunft der Networks- eine Vision von Forrester”

und hier der originalbeitrag von forrester / charlene li (englisch).

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