medienkompetenz [0]

16:49 uhr

achtung, etwas längerer artikel!

das schlagwort schlechthin, wenn es darum geht, wie menschen sich im netz bewegen und sich der gesamten folgekette bewusst sind (oder eben auch nicht). ein schlagwort, welches auch auf der re:publica ‘08 — auf der ich ebenso anwesend war — häufiger gefallen ist. aber auch zurecht.

was hat denn nun medienkompetenz mit sozialen netzwerken und auch datenschutz zu tun?

das ist recht simpel, denke ich. wer sich selbst erst einmal mit dem begriff an sich vertraut machen möchte, lese dies zB auf der wikipedia (Medienkompetenz) nach.

schlüsselfunktionen sind dabei wohl immer, bestimmte medien “kennen und benutzen” zu können. medienkompetenz im internet bedeutet demnach, sich bewusst mit den verschiedenen formen, die einem begegnen, auch auseinanderzusetzen.

besonderes augenmerk liegt heutzutage wohl auf soziale netzwerke, sprich alle formen von vernetzungen, bei denen menschen miteinander kommunizieren können.

wie ein social network (SN) im einzelnen funktioniert, muss ich sicher nicht weiter erläutern, zumal auch das eine oder andere netzwerk da etwas anders arbeitet. darum soll es auch gar nicht primär gehen.

viel wichtiger, und das hat auch die re:publica dieses jahr gut gezeigt, ist eben auch die kompetenz, bewusst und sicher zu agieren.

bewusst? ja, bewusst! bewusst verstehe ich hier folgendermaßen:

es gibt im großen und ganzen zwei verschiedene formen von SNs — die offenen und geschlossenen. in offenen netzwerken ist (meistens) für jedermann und jederfrau zB ein profil sichtbar, oftmals können alle relevante daten des betreffenden eingesehen werden.

bei geschlossenen ist ein riegel vorgeschoben, nur angemeldete benutzer können sehen, was der andere preisgibt.

ein wesentlicher unterschied sei hier auch die dadurch bestimmte durchsuchbarkeit von den seiten. logischer weise können nach außen hin offene netze auch von suchmaschinen erfasst werden, sofern da nicht von den SN-betreibern besondere vorkehrungen getroffen worden sind, nur wie verlässlich das dann alles ist, kann meist nur durch eigene recherche nachvollzogen werden. geschlossene hingegen “verbieten” von vornherein das durchsuchen. nur mit menschlicher hilfe ließe sich auch ein SN wie zB studiVZ indizieren und nach außen tragen.

und wenn wir das wieder auf die medienkompetenz übertragen, dann heisst das einfach, dass sich jeder nutzer solch eines SN bewusst sein muss, wie und wo und wann daten von ihm erfasst werden und auch verbreitet werden. es gab in der geschichte des internet schon einschlägige fälle, wo zB personen oftmals negative folgen aufgrund von (sicherlich missverstandenen) informationen drohten. auf der re:publica gab es dazu auch einen guten vortrag, wenn ich ihn finde, verlinke ich das ggf.

also ist im grunde der appell an alle: passt auf, was ihr zeigt und wo ihr es zeigt, besonders aber, wem ihr es zeigt!
da letzteres gerade bei offenen SNs schwierig zu beeinflussen ist (sofern nicht ein mehrstufiges system der informationsbereitstellung existiert), sollte sich also jeder auf das WAS und WO konzentrieren. wie hieß es schon so schön? google vergisst nix!

(einen kommentar zur eröffnungskeynote der re:publica ‘08 “nützliches vergessen” wird es hier auch noch geben).

oben erwähnte ich aber auch “sicher”. mit sicher lässt sich erst einmal ganz gut ein weiteres wort verbinden: passwort!

vor und auch auf der re:publica wurde uns mehrfach eingebläut, ein “s” in webadressen anzuhängen, gemeint war insbesondere twitter. ein “s”? ja, und zwar beim protokoll “http”, welches dann logischer weise zu “https” wird. dadurch wird sichergestellt, dass ein verschlüsselter kanal zur betreffenden seite aufgebaut wird, was verhindert, dass passwörter im klartext ausgelesen werden können. nun unterstützt uU nicht jede seite dieses protokoll, was sehr schade ist, der login-vorgang ein jeder seite sollte möglichst sicher gestaltet sein.

warum eigentlich? nun, von zuhause aus wird sicherlich die geringste gefahr lauern, wobei sich auch niemand sicher sein kann, dass der eigene verkehr im netz nicht mitgelauscht wird. viel schwerwiegender ist aber, dass wir durch unsere mobilität auch von überall ins internet gehen können, ob nun mit dem handy oder dem laptop.

beispiel re:publica: es gab ein freies, kostenloses und vor allem ungesichertes wlan. komfortabel für jeden, der zB live via internet berichten wollte. die meisten werden wohl getwittert haben.

und hier ist es eben wichtig, darauf zu achten, dass — wenn schon das zur verfügung gestellte netz nicht sicher ist — wir als benutzer auf die eigene sicherheit unserer daten wert legen.

alternativen von menschen, mit denen ich mich unterhalten habe, waren auch, einen tunnel durchs netz zu benutzen; ich nenne hier nur die wörter VPN / openVPN. darauf werde ich hier nicht weiter eingehen, einfach einmal bei wikipedia (oder eigener bevorzugter informationsquelle) nachlesen. nun, einen linktipp will ich für die kenner geben, die aber keinen eigenen server für vpn aufsetzen können oder wollen: swissVPN (englisch).

zu passwörtern sollte auch angemerkt werden, dass mensch nicht nur sichere wörter nutzen sollte, sondern auch verschiedene. dadurch stellt sich natürlich die frage nach dem passwort-managment, aber darüber sollte und muss sich jeder selbst gedanken machen. es gibt einige tools, die einem da helfen können.

ich glaube, dass ich dazu nochmal einen separaten beitrag fabrizieren sollte. das passt sicher ganz gut in dieses themenblog.

fazit: medienkompetenz im internet umfasst wesentlich mehr als nur die reine kenntnis über zB SNs und deren benutzung.

ein hier noch völlig unbehandelter punkt sei auch die sache mit den AGB von netzwerken und sonstigen seiten, bei denen mensch sich anmelden kann. und auch darüber kann man sicher nocht stundenlang debattieren und wird wohl kaum etwas bewirken. oder wie sonst ist es zu erklären, dass zB studiVZ-nutzer selbst kaum die änderung der AGB wahrgenommen, sehr wohl aber die webaffinen menschen, die nicht einmal zwangsläufig da angemeldet waren? auch das macht wohl medienkompetenz aus…

aber wir haben ja auf der re:publica gelernt, dass die datenbank von studiVZ auch nix wert sei — wieso finanziert dann aber holtzbrink solch eine plattform bei angeblich soviel wertlosigkeit an daten? think about…

ich bin mir durchaus bewusst, dass dieses thema noch viel tiefer geht. ich konnte es auch nur aus meiner sicht ein wenig beleuchten, worauf mensch einfach mehr achten sollte. in zukunft werden sicher noch einige beiträge folgen, die immer wieder bezug darauf nehmen werden.

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2008dash04dash07


sozial 2.0 [0]

19:45 uhr

auf DE:BUG gibt es einen sehr lesenswerten artikel über “soziale netzwerke und die ökonomie der freundschaft”, geschrieben von mercedes bunz.

wie gesagt, einfach lesen!

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2008dash03dash13


umfrageergebnisse [0]

19:03 uhr

… zu der nutzung von sozialen netzwerken in deutschland.

erstellt wurde die umfrage von “Forschungsgruppe Kooperationssysteme” der Universität der Bundeswehr München, mehr dazu kann auf zweinull.cc nachgelesen werden. interessant ist die umfrage allemal.

bestätigt werde ich hier auch in der annahme, dass zu viele SNs nicht zweckmäßig erscheinen, den benutzer scheinbar “überfordern” oder halt sinnlos erscheinen (ob da auch nach gründen geforscht wurde, kann ich nicht sagen). so habe ich selbst ja erst vor kurzem einige brücken zu überschüssigen SNs abgebrochen. ich brauchte sie einfach nicht (mehr).

und ich will auch gar nicht so viele haben, darum bin ich ja auch für die dezentralisierung der SNs und das “nach-hause-holen” des eigenen profils.

jetzt werde ich mich mal weiter mit der umfrage befassen und mal schauen, was die forscher noch so herausgefunden haben.

ps: der aspekt mit der suspekten werbung in SNs war mir fast klar. das ist wohl den meisten unheimlich…

[EDIT 2008-02-18] nun sind auf dem blog der kooperationssysteme die ergebnisse verfügbar (pdf).

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2008dash02dash16


das netz neu verpflechten. jetzt. [1]

01:15 uhr

tja, hier werde ich mich also mit dem sozialen aspekt des internets beschäftigen.

besonders fasziniert mich da die richtung, die da vor kurzem erst wieder thematisiert wurde: dezentralisierung.

warum ist das so besonderes?

ganz einfach: heute gibt es schon reichlich soziale netzwerke, bei denen mensch sich anmelden kann. und es werden immer noch mehr. sicher, die eine oder andere plattform wird auch wieder verschwinden, einige werden einfach nischen bleiben. dennoch zeichnet sich ab, dass wir nicht nur mit dem einen ultimativen netzwerk leben werden. zu sehr ist da das bedürfnis, gewisse trennungen vornehmen zu wollen.

und es ist auch berechtigt, meine studienkollegen haben nicht mit meinen geschäftspartnern zu tun, meine gemeinschaft, die sich auf musik gestürzt hat, will ich auch nicht mit unbedingt mit meinen engsten freunden vermischen. zumal dies auch nicht möglich ist, die interessen der jeweiligen gruppen von menschen, die wir kennen (oder eben erst noch kennen lernen werden), sind oftmals zu unterschiedlich. das ist auch gut so.

doch: wie bekommen wir den ganzen wust an netzwerken und den damit verbundenen profilen, die wir dort anlegen müssen, unter einen hut? eigentlich gar nicht. denn viele plattformen sind für sich geschlossen, einheitlichkeit braucht man ohnehin nicht zu suchen. okay, es gibt schon bestrebungen wie googles opensocial, facebook will auch seine pforten weiter öffen, um noch mehr leute locken zu können. aber alles in allem bleibt es dabei, das profil muss bei denen sein, oder mensch lässt es eben doch ganz bleiben.

aber muss das sein? ich denke nicht, und viele andere auch nicht. in einigen blogs wurden schon schöne diskussionen geführt, wie diese dezentralisierung aussehen könnte.

kernpunkt dabei ist: das eigene profil soll zuhause bleiben. nennt es homepage2.0/3.0 oder ego3.0 oder was für ein buzzword ihr auch immer dafür finden mögt.

nun wisst ihr schon einmal, was mich bezüglich sozialen netzwerken beschäftigt und eben auch stört.

hier noch einmal eine liste der interessanten und lesenswerten blogeinträge und diskussionen, sowie seiten, die sich mehr oder minder mit dieser thematik befassen:

wie mensch sieht, ist die liste schon recht lang, doch sicher noch nicht komplett erschöpfend. sie dient mir vorläufig auch mal als lesezeichen.

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2008dash02dash12


Hallo Welt! [1]

07:36 uhr

= blog ist eingerichtet! =

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2008dash01dash16